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Gerettete
Kindheit

Ein Leben im
Waisenhaus

Sandrine ist 15 Jahre alt und lebt in einem von drei Waisenhäusern des Ordens „neues Leben für Versöhnung“ in Burundi. Gemeinsam mit 100 weiteren Kindern und Jugendlichen hat Sandrine im Waisenhaus in Gitega einen sicheren und guten Platz für ihr Heranwachsen gefunden.

Trauriges Schicksal

Das fröhlich wirkende Mädchen wird still und schüchtern, wenn man sie nach ihren Eltern fragt. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Als sie vier Jahre alt war, wurde auch ihre Mutter krank. Aufgrund einer kognitiven Störung konnte sie sich nicht mehr um das Mädchen und ihre neun Geschwister kümmern, sie nicht mehr versorgen. Das Mädchen kam ins Waisenhaus.
„Meinen Vater hab ich nie kennengerlernt und ich habe neun Geschwister.“

Liebevolle Fürsorge

Die erste Zeit im Waisenhaus war nicht leicht. Es dauerte, bis Sandrine sich an die neue Umgebung gewöhnt hatte und bis sie sich den Ordensschwestern, die das Waisenhaus führen, und den Menschen in ihrer Umgebung öffnen konnte. Hausleiterin Schwester Godelive und die anderen Schwestern taten ihr Möglichstes, um das Vertrauen von Sandrine zu gewinnen und sie kümmerten sich liebevoll um sie. Besonders wichtig war für das kleine Mädchen damals, dass sie regelmäßig ausgewogene Nahrung zu essen bekam. Auch der Kindergarten und später die Schule wurden für sie finanziert - für viele Kinder in Burundi keine Selbstverständlichkeit.
„Sr. Godelive kümmert sich um mich und hilft mir.“
„Wenn ich mit der Schule fertig bin, möchte ich gerne studieren.“

Pläne für die Zukunft

Das Waisenhaus wurde zu ihrem Zuhause, mittlerweile ist Sandrine eine der Ältesten undsie kümmert sich selbst um Babys und Kleinkinder, die Nähe und Zuneigung brauchen. Doch als Teenager hat sie natürlich auch andere Interessen: Gemeinsam mit ihren Freundinnen tanzt und singt sie liebend gerne. Ganze Choreographien werden gemeinsam erarbeitet und Gästen vorgeführt. Derzeit geht Sandrine in die Sekundarstufe. Die Schule macht ihr Spaß, und das Lernen fällt ihr leicht. Später möchte sie studieren und Ministerin werden – oder Ärztin, denn so kann sie das Leben von vielen Menschen verbessern.

„Am liebsten möchte ich Ministerin werden. Oder Ärztin, dann kann ich den Menschen helfen.“

Nächstenliebe kennt keine Grenzen
Weltweit leben Millionen Menschen in Armut und Elend. In der Auslandshilfe sehen wir über Landesgrenzen hinweg – unabhängig von Kultur, Sprache und Religion. Unsere Arbeit setzt bei den Ärmsten an jenen Orten der Welt an, wo sie durch Katastrophen, Kriege, Unrechts- und Notsituationen gefordert ist. Wir helfen in Ägypten, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Burundi, Rumänien, in der Slowakei und im Südsudan. Um in unseren Schwerpunktländern rasch und unbürokratisch tätig sein zu können, arbeiten wir mit Partnern vor Ort und dem internationalen Caritas-Netzwerk zusammen.

Zahlen und Fakten
  • 252 Waisenkinder 
    wurden in drei Waisenhäusern in Burundi betreut.
  • 1.896 Besuche 
    zählte das „Mutter-Kind-Haus“ in Bódvalenke, Ungarn.
  • 504 Familien 
    erhielten in Burundi Ziegen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion (Mist/Dünger) und des Familieneinkommens (Nachwuchs).
  • 3.600 Nothilfepakete 
    verteilte unser Projektpartner, die Caritas Sofia, im vergangenen Jahr an Asylwerbende in bulgarischen Flüchtlingslagern.
  • 18.720 Arbeitsstunden 
    leisteten Langzeitarbeitslose auf der Beschäftigungsfarm nahe Temeswar und trugen zur Versorgung mit Lebensmitteln von 400 Menschen in rumänischen Caritas-Einrichtungen bei.
  • 900 Babys und Kleinkinder 
    bis zum 5. Lebensjahr konnten im Südsudan dreimal wöchentlich mit nahrhaftem Essen versorgt werden.