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Starthilfe
in ein neues Leben

Ein junger Mann
mit großen Träumen

Der 19-jährige Mahdi Mohammadi flüchtete alleine ins sichere Europa, da sein Leben in seiner Heimat Afghanistan in Gefahr war. Trotz der grausamen Bilder aus seinem Heimatland und der beklemmenden Erinnerungen an seine dramatische Flucht, lässt sich Mahdi nicht unterkriegen und träumt von einer besseren Welt.
„In Österreich hat man alle Rechte, nicht so wie in Afghanistan."

Eine lange Reise

Kabul. Pakistan. Iran. Türkei. Griechenland. Mazedonien. Serbien. Ungarn. Und schließlich Österreich. Mahdi war lange unterwegs und hat für sein junges Alter viele schlimme Erlebnisse hinter sich. Mit Glück ist er in einer Flüchtlingsunterkunft am Semmering gelandet. Ein Ort, wo er ein wenig Ruhe finden konnte – und Menschen, die seine Stärke und Willenskraft erkannten und förderten. Mit eisernem Willen hat er für sich alleine Deutsch gelernt.
„Jeder Beruf in Richtung Mode und Design war mein Traum, aber es gab keine Möglichkeit – man kann nicht alles haben.“

Mahdi auf der Überholspur

Mittlerweile hat Mahdi die Pflichtschule abgeschlossen, ein Buch über seine Flucht geschrieben, einen Keramikkurs besucht und bei drei Opern mitgesungen. Die größte Chance in seiner persönlichen Entwicklung war die Möglichkeit ein halbes Jahr auf die Grazer Modeschule zu gehen. Dort kam er seinem Traumberuf ein Stück näher – der 19-Jährige würde gerne eine Ausbildung zum Schneider machen. Da Mahdi nun seinen offiziellen Aufenthaltstitel in Österreich hat, ist er diesem Ziel einen Schritt näher. Er steht nun aber auch vor der Herausforderung, eine eigene Wohnung zu finden und selbst für seinen Unterhalt aufzukommen.

Traumberuf Modedesigner

Die mobile Integrationsbetreuung der Caritas greift Mahdi so gut es geht unter die Arme. Ein erster Schritt war die Vermittlung in die Schneiderei des Caritas-Jugendbeschäftigungsprojektes tag.werk, wo er geringfügig arbeiten kann. Im Moment hilft ihm seine Betreuerin Dana bei der Suche nach einer Lehrstelle, vielleicht findet sich sogar etwas im Mode- oder Textilbereich. Mahdi weiß, was er will und er lässt sich in seinem Engagement nicht bremsen. Im vergangenen Jahr hat er sogar dem Bundespräsidenten einen Brief geschrieben und ihm zu seiner Angelobung gratuliert.

Caritas Asyl & Integration
Menschen, die als Flüchtlinge nach Österreich kommen und hier leben, brauchen Unterstützung, damit ein gutes Miteinander gelingen kann. Im Auftrag des Landes Steiermark betreuen wir Flüchtlinge mobil, sowie in unterschiedlichen Unterkünften und bieten kostenlose Rechts- und Rückkehrberatung. Für anerkannte Flüchtlinge organisieren wir eine professionelle Beratung, um eine gute Orientierung in der Gesellschaft und im Alltag sicherzustellen. Außerdem vermitteln wir Patenschaften mit ÖsterreicherInnen und bieten Sprachkurse an. Des Weiteren unterstützen wir bei der Wohnungssuche und mit Bildungs- oder Sportprojekten. Kinder erhalten in Lerncafés Betreuung bei den Aufgaben. Die Straßenzeitung Megaphon setzt auf Arbeit als Schlüssel zur Integration und das Café Auschlössl im Grazer Augartenpark hat sich zu einem Treffpunkt der Kulturen entwickelt.

Zahlen und Fakten
  • 292.574 Nächtigungen 
    in 58 Flüchtlingshäusern der Caritas Steiermark.
  • 11.200 Gespräche 
    wurden in der Flüchtlingsrechtsberatung mit Menschen aus 72 Nationen geführt.
  • 317 SchülerInnen 
    wurden in 8 Lerncafes steiermarkweit unterstützt und betreut.
  • 216.530 Ausgaben Megaphon 
    wurden von 72 Verkäuferinnen und 217 Verkäufern in Graz verkauft.
  • 460 Kinder 
    nützten das sozialintegrative Potenzial des Sports bei der Teilnahme am Caritas-Projekt SIQ+ (Sport-Integration-Qualifikation+).
  • 644 Personen 
    haben das Open Learning Center in Anspruch genommen.